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Artikel: Ultra verarbeitete Lebensmittel: Neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen

Ultra-bewerkt voedsel: Nieuwe inzichten in de effecten

Ultra verarbeitete Lebensmittel: Neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen

Ende November 2025 veröffentlichte die angesehene medizinische Fachzeitschrift The Lancet einen umfangreichen und viel diskutierten Artikel mit dem Titel „Ultra processed foods and human health the main thesis and the evidence“. In dieser Veröffentlichung untersuchen internationale Forschende die Rolle sogenannter stark bewerkte („ultra-processed“) Lebensmittel für den globalen Gesundheitszustand. Der Beitrag bietet einen breiten Überblick über die bestehende Forschung und stellt eine Frage die zunehmend an Dringlichkeit gewinnt. Was bedeutet es für unsere Gesundheit wenn ein großer Teil der täglichen Ernährung aus Produkten besteht die kaum noch als Lebensmittel im traditionellen Sinne erkennbar sind.

Ultraverarbeitete Lebensmittel welche Produkte zählen dazu

Um die Bedeutung dieser Diskussion zu verstehen, ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, was unter ultra verarbeiteten Lebensmitteln verstanden wird. Gemeint sind Produkte, die größtenteils aus industriell stark verarbeiteten Zutaten und Zusatzstoffen bestehen. Diese sind weit von ihren ursprünglichen Rohstoffen entfernt (gemeint sind viele Verarbeitungsschritte). Sie werden für unterschiedliche produktspezifische Zwecke entwickelt. Dazu zählen etwa eine lange Haltbarkeit oder ein besonders intensives Geruchs oder Geschmackserlebnis. Häufig werden mehrere dieser Eigenschaften miteinander kombiniert. In vielen Haushalten sind solche Produkte inzwischen keine Ergänzung mehr, sondern die tatsächliche Grundlage des täglichen Speiseplans. Dadurch wird diese Lebensmittelkategorie immer relevanter, und zwar nicht nur für Menschen mit deutlich ungesunden Lebensgewohnheiten.

Eine weltweite Verschiebung der Essgewohnheiten

Was besonders auffällt, ist, wie schnell und umfassend sich diese Verschiebung vollzogen hat. In immer mehr Ländern stammt ein erheblicher Teil der täglichen Kalorienaufnahme aus stark (ultra) verarbeiteten Produkten. Das gilt nicht nur für wohlhabende westliche Gesellschaften, sondern sogar für Regionen, in denen traditionelle Ernährungsweisen bis vor Kurzem noch als vorherrschend galten. Die Verfügbarkeit günstiger fertig zubereiteter Produkte verändert zahlreiche Dimensionen der Ernährung. Was Menschen essen, wie oft sie kochen und ganz allgemein, welche Rolle Lebensmittel im Alltag einnehmen. Damit verschwinden nach und nach ganze Esskulturen, die häufig auf frischen Zutaten und gemeinsamen Mahlzeiten zu festen Zeiten beruhten. Auch die soziale Einbettung von Ernährung verändert sich entsprechend, anders ausgedrückt.

Chronische Krankheiten

Ein zentraler Punkt der Forschung ist der wiederholt nachgewiesene Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum von ultra verarbeiteten Lebensmitteln einerseits und dem Auftreten chronischer Erkrankungen andererseits. Menschen, die viele dieser Produkte verzehren, haben häufiger mit meist miteinander verbundenen Problemen zu kämpfen, etwa mit Übergewicht, Diabetes Typ 2 sowie Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Zudem wird ein Zusammenhang mit bestimmten Krebsformen festgestellt, ebenso wie ein erhöhtes Risiko für einen frühzeitigen Tod. Diese Muster zeigen sich in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Ländern. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein kulturelles oder lokales Problem handelt, sondern um ein strukturelles.

Diederik Jansen

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