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Artikel: Neue Studie: Psilocybin könnte die Alterung verlangsamen

Nieuwe studie: psilocybine vertraagt mogelijk veroudering

Neue Studie: Psilocybin könnte die Alterung verlangsamen

Psilocybin ist eine psychoaktive Substanz, die in bestimmten Pilzen und Trüffeln vorkommt. In den vergangenen Jahren hat das wissenschaftliche Interesse an Psilocybin zugenommen, da Studien auf mögliche Vorteile bei neuropsychiatrischen Erkrankungen wie schweren Depressionen oder Zwangsstörungen hinweisen. Neue Forschungsergebnisse deuten nun darauf hin, dass Psilocybin möglicherweise auch Alterungsprozesse beeinflussen könnte.

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift npj Aging veröffentlichte Analyse untersuchte nicht nur die Wirkung von Psilocybin auf das Gehirn, sondern auch seinen möglichen Einfluss auf zentrale Alterungsprozesse. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass Psilocybin und Psilocin die Zellalterung verlangsamen könnten. Bei älteren Mäusen stieg nach der Behandlung die Überlebensrate. Obwohl diese Ergebnisse noch vorläufig sind, wecken sie Interesse an möglichen Anwendungen in der geriatrischen Versorgung und bei der Vorbeugung neurodegenerativer Erkrankungen. Die beobachteten Veränderungen im Zellverhalten sprechen dafür, dass die Effekte nicht rein zufällig sind.

Die Physiologie des Alterns als Forschungsgebiet

Altern gilt als ein natürlicher Teil des Lebens. Wissenschaftler untersuchen jedoch zunehmend, ob sich Alterungsprozesse beeinflussen oder verlangsamen lassen. Dabei erforschen sie verschiedene Ursachen des Alterns, darunter DNA-Schäden, eine nachlassende Zellerneuerung, Entzündungen und die Auswirkungen freier Radikale.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Telomere. Sie befinden sich an den Enden der Chromosomen und schützen das Erbgut bei der Zellteilung. Mit jeder Zellteilung werden die Telomere etwas kürzer. Sind sie zu stark verkürzt, können sich Zellen schlechter teilen und Fehler weniger gut korrigieren. Deshalb gilt die Telomerlänge als wichtiger Hinweis darauf, wie schnell ein Organismus altert.

Forscher vermuten schon seit längerem, dass die psychische Gesundheit mit dem Alterungsprozess zusammenhängt. Anhaltender Stress, häufiges Grübeln und depressive Verstimmungen werden oft mit kürzeren Telomeren in Verbindung gebracht. Frühere Studien zeigten zudem, dass Psilocybin bei bestimmten psychischen Beschwerden hilfreich sein könnte. Daher untersuchen Wissenschaftler nun, ob diese Substanz möglicherweise auch die Zellalterung verlangsamen kann.

Worauf haben die Forscher untersucht?

Die Studie bestand aus zwei Teilen. Zunächst untersuchten die Forscher menschliche Bindegewebszellen im Labor. Dabei analysierten sie, wie die Zellen auf Psilocin reagieren. Psilocin ist die aktive Substanz, die im Körper aus Psilocybin entsteht. Besonders interessierte die Forscher, ob sich Anzeichen der Zellalterung verändern und wie lange sich die Zellen noch teilen können, bevor sie altern und ihre Teilungsfähigkeit verlieren.

Im zweiten Teil der Studie wurden ältere weibliche Mäuse untersucht. Die Tiere waren 19 Monate alt, was beim Menschen etwa einem Alter von 60 bis 65 Jahren entspricht. Sie erhielten einmal pro Monat Psilocybin. Anschließend bewerteten die Forscher ihre Gesundheit und ihre Lebenserwartung.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Mit Psilocin behandelte Zellen zeigten deutlich später Anzeichen der Alterung. Je nach Dosierung fielen die Verbesserungen zwischen 29% und 57% aus.

Auch andere Hinweise auf eine bessere Zellgesundheit wurden beobachtet. Der oxidative Stress nahm ab. Das bedeutet, dass die Zellen weniger stark durch freie Radikale belastet wurden. Zudem blieben die Telomere länger stabil als bei unbehandelten Tieren. Die Forscher stellten außerdem Veränderungen bei Proteinen fest, die an der Reparatur der DNA, den natürlichen Schutzmechanismen der Zellen und anderen altersbedingten Prozessen beteiligt sind.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Psilocin mehrere biologische Prozesse beeinflussen könnte, die mit dem Altern von Zellen zusammenhängen. Wahrscheinlich wirkt die Substanz nicht über einen einzelnen Mechanismus, sondern über mehrere biologische Signalwege gleichzeitig. Dadurch könnten altersbedingte Schäden und Verschleißprozesse in den Zellen verlangsamt werden. Obwohl die genauen Wirkmechanismen noch nicht vollständig verstanden sind, sprechen die bisherigen Daten für einen möglichen Einfluss auf wichtige Alterungsprozesse im Körper.

Bessere Überlebensrate bei älteren Mäusen

Nach zehn Monaten war bereits mehr als die Hälfte der Mäuse in der Kontrollgruppe gestorben. In der Gruppe, die Psilocybin erhielt, lebten dagegen noch rund 80% der Tiere. Dies deutet auf eine deutlich höhere Überlebensrate hin.

Auch äußerlich zeigten sich Unterschiede zwischen den Gruppen. Die behandelten Mäuse hatten häufig ein glänzenderes Fell und weniger graue oder weiße Haare. Zwar sind diese Beobachtungen allein kein wissenschaftlicher Beweis, sie könnten jedoch darauf hindeuten, dass Psilocybin Alterungsprozesse auf verschiedene Weise beeinflusst und nicht nur die Zellreparatur unterstützt.

5-HT2A-Rezeptor

Obwohl die genauen Wirkmechanismen noch nicht vollständig verstanden sind, könnte der Serotonin-5-HT2A-Rezeptor eine wichtige Rolle spielen. Dieser Rezeptor wird durch Psilocybin aktiviert und beeinflusst verschiedene Prozesse in den Zellen.

Frühere Studien zeigen, dass die Aktivierung des 5-HT2A-Rezeptors mit einer erhöhten Aktivität des Proteins SIRT1 zusammenhängen könnte. SIRT1 ist an der Reparatur der DNA, dem Energiestoffwechsel und dem Schutz der Zellen vor Schäden beteiligt. Deshalb gilt es als wichtiger Faktor für gesundes Altern. In der aktuellen Studie erhöhte Psilocin die Menge von SIRT1 in den Zellen, was zu den beobachteten Effekten beitragen könnte.

Mehr Forschung erforderlich

Psychedelika können verschiedene biologische Prozesse im Körper beeinflussen. Forscher untersuchen unter anderem ihre mögliche Wirkung auf Entzündungen, die Zellerneuerung, die Anpassungsfähigkeit des Gehirns und Alterungsprozesse. Dadurch haben sie sich zu einem interessanten Forschungsgebiet entwickelt. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist jedoch weitere Forschung notwendig. Studien an Zellen im Labor und an Tieren lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen. Daher ist derzeit noch unklar, ob und in welchem Umfang die beobachteten Effekte auch beim Menschen auftreten. Auch die optimale Dosierung und die Dauer möglicher Wirkungen müssen erst noch genauer untersucht werden.

Diederik Jansen

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